Divoshin

Am Rande des Dorfes Divoshin wurden im Sommer oder Herbst 1942 mindestens 80 Roma ermordet. Der Tabor wurde zuvor vom Dorfältesten des belarussischen Dorfes Kozly des Ortes verwiesen. Deutsche Kavallerie traf auf die Gruppe und beschuldigte sie der Partisanentätigkeit. Die Deutschen trieben die Roma in einen Stall hinein. Am nächsten Morgen wurden die Männer gezwungen, zur Tongewinnung genutzte Gruben zu vertiefen, und dort erschossen. Anschließend wurden die Frauen vergewaltigt und zusammen mit den Kindern erschossen. Einige Dorfbewohner hörten die Schreie und die Schüsse.

In den 1970er Jahren hat man den Hügel eingeebnet und die Fläche landwirtschaftlich genutzt. Im Rahmen des Projekts »Erinnerung bewahren« wurde 2019 auf der Wiese, wo der Tatort vermutet wird, ein »Wald der Erinnerung« angepflanzt. 80 Bäume stehen symbolisch für die Anzahl der Opfer.