Plyskiw

Die jüdische Gemeinde von Plyskiw zählte vor dem Krieg etwa 790 Personen, nur wenige haben den Holocaust überlebt. Als Haupterschießungsstätte für Juden aus Plyskiw und Umgebung nutzten die Täter zwischen 1941 und 1943 wiederholt einen ehemaligen Tierfriedhof außerhalb des Ortes. Bei der größten »Aktion« im Oktober 1941 wurden hier an einem Tag über 500 Juden erschossen. Ein Obelisk aus dem Jahr 1976 verweist nicht auf die jüdische Herkunft der Opfer.

Weitere Massenerschießungen fanden im Garten des ehemaligen NKWD-Gebäudes statt, wo die Opfer in mehreren Massengräbern verscharrt wurden. Ein Teil des dazugehörigen Gartens wurde auf die Initiative eines lokalen Geschäftsmanns mit einem Betonzaun geschützt, ist jedoch nicht als Gedenkort erkennbar. Hier konnten die archäologischen Untersuchungen ein Massengrab bestätigen. Der Gedenkort soll mit einem Gedenkstein und einer Informationstafel ergänzt werden.